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Die fünf skurrilsten Dating-Apps: Wie Schnösel, Hater und Behaarte flirten



Entsprechend groß ist mittlerweile die Auswahl für Singles mit Smartphone – und das führt logischerweise zu einem neuen Problem: Wie finde ich unter dutzenden Angeboten diejenige App, die am besten zu mir passt? Die gute Nachricht ist: Seit kurzem geht der Trend hin zu mehr Individualismus. Abseits der zahlreichen Online-Partnerbörsen, die seit Jahren um den 0815-Single werben, haben sich einige Dating-Apps etabliert, die Singles mit Ecken und Kanten unter die Haube bringen wollen – allerdings sind nicht alle politisch korrekt. Eine Auswahl:

Weil auch Hass verbindet – “Hater”

Hundehaare, Wangenküsse oder Helene Fischer – wer sich bei “Hater” anmeldet, will die große Liebe durch gemeinsame Abneigung finden. Klingt irgendwie zynisch, kann aber durchaus funktionieren. Denn auch Hass verbindet. “Menschen scheinen ehrlicher und auch offener zu sein, wenn sie über Dinge reden, von denen sie genervt sind”, sagt App-Gründer Brendan Alper, der es eigenen Angaben zufolge hasst, sich die Schuhe zuzubinden.

Nutzer seiner App werden nach der Anmeldung dazu aufgefordert, Dinge zu benennen, die sie auf die Palme bringen – im Optimalfall mehrere. Zur Auswahl stehen über 2500 Schlagworte – vom profanen “Zwiebeln schneiden” bis zum “Verlust einer einzelnen Socke”. Gibt es Überschneidungen mit einem anderen User, wird er als potenzieller Flirtpartner angezeigt. Gefällt das Profil, kann der User einen “Like” vergeben – kommt der “Like” zurück, öffnet sich automatisch ein Chatfenster. Und schon kann in aller Ruhe gelästert werden.

Flirts für Millionäre und Models – “Luxy”

Models finden Millionäre – und umgekehrt: die “Luxy”-App.(Foto: PR NEWSWIRE)

Gleich und Gleich gesellt sich gern. So ist das auch unter Gutverdienern. Um sich bei “Luxy” anmelden zu können, müssen Singles deshalb ein dickes Portemonnaie haben: Nach Angaben der Betreiber liegt das geringste Jahreseinkommen der “Luxy”-Millionäre bei 250.000 Dollar. Als “Tinder, nur ohne arme Leute” brüstet sich die Partnerbörse gern damit, 40.000 Anwärter aussortiert zu haben, weil sie nicht reich – oder schön – genug waren.

Ja, richtig gelesen. Es gibt ein Schlupfloch. Wer kein übervolles Bankkonto hat, aber von mindestens 80 Prozent der “Luxy”-Nutzer als besonders attraktiv abgesegnet wird, darf trotzdem mitflirten. Die Betreiber betonen zwar, dass es sich keineswegs um eine App für “Sugar Daddys und Sugar Babys” handelt. In welche Richtung sich eine “Luxy”-Liebe entwickeln soll, ist allerdings auch kein Geheimnis. Vielsagendste Funktion: “virtuelle Geschenke an die schicken, an denen Sie interessiert sind.”

Für Liebhaber des Bartes – die “Bristlr”

Was für die einen die Millionen, sind für andere Bärte: Wer selbst einen hat oder gern welche streichelt, kommt bei “Bristlr” voll auf seine Kosten. Die Dating-App richtet sich speziell an Liebhaber einer üppigen Gesichtsbehaarung – und funktioniert ähnlich wie Tinder. Auch dieses Projekt startete als Scherz, mittlerweile haben die Betreiber nach eigenen Angaben jedoch “eine halbe Million Matches, diverse Hochzeiten und mindestens ein Kind generiert”. Und sie verfolgen ein Konzept der uneingeschränkten Toleranz.

Egal, ob Nutzer schwul, lesbisch, bisexuell oder einfach Bartliebhaber seien, die App stünde jedem offen – sogar (und insbesondere) Hipstern. Nur konsequent erscheint es deshalb, dass bei der Anmeldung nicht einmal nach dem Geschlecht gefragt wird. Das einzige, was wirklich von Belang ist: “Hast du einen Bart oder nicht?” Gründer John Kershaw – selbst Bartträger – behauptet übrigens, 90 Prozent der Nutzer hatten von der “Bristlr”-App über Mundpropaganda erfahren.

Auf den Hund gekommen – “Twindog”

Auch die Liebe zum Tier kann bekanntlich verbinden – und genau darauf setzt “T(w)indog”. 2015 eigentlich als “Tinder für Hunde” gestartet, mogelten die Betreiber dem Markennamen irgendwann ein “w” unter: Über die Gründe darf spekuliert werden. “Wir haben Tindog entwickelt, um Hundeliebhaber unkompliziert und jederzeit zusammen zu bringen”, sagte Gründer Julien Muller kurz nach dem Start der App. Und die sei eben nicht nur für Menschen eine gute Sache. “Auch Hunde brauchen Sozialkontakte.”

So richtig gezündet hat die App aber auch nach der Namenskorrektur nicht. Denn die Idee, Hundeliebhaber aus einem näheren Umkreis miteinander zu verkuppeln, steht und fällt mit den Nutzerzahlen. Und die sind offenbar ein Problem. “Tolle Idee”, schreibt eine Nutzerin in den Bewertungen, “aber leider werden bei mir sehr wenig Kontakte angezeigt, die ich dann auch nur ‘liken’ kann.” Scheint, als gebe es noch Wachstumspotenzial.

Kuppler für die Schüchternen – “Wingman”

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Source

https://www.n-tv.de/leben/Liebe_und_Familie/Wie-Schnoesel-Hater-und-Behaarte-flirten-article20278271.html

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